Lagerschein

Lagerschein - Der Lagerhalter stellt bei Entgegennahme von Lagergut einen Lagerschein aus und verpflichtet sich zum
Aufbewahren oder Lagern der genannten Güter für den Einlagerer oder Einlieferer, dem Lagerkunden

Lagerschein - Die Lagerfirma übernimmt die Einlagerung von Lagergüter und der Kunde diese Sachen zu lagernBei der Einlagerung von Lagergut egal welcher Art, ob privat oder gewerblich, ist der Lagerschein sehr wichtig. Bei der Einlieferung des Lagergutes wird mit dem Lagerschein bestätigt, dass diese entgegengenommen wurde. Der Lagerhalter ist zum Ausstellen des Lagerscheins verpflichtet, sobald er ein Gewerbe anmeldet, das ihm dazu berechtigt, Güter, Waren oder andere Dinge aufzubewahren oder zu lagern. Ein Lagerhaus ist in dem Falle der Lagerhalter. Auf englisch heißt Lagerhaus warehouse, der Lagerschein heißt dann warehouse receipt. Es gibt verschiedene Arten von Lagerscheinen, läuft der Handel auf internationaler Ebene wird das FWR oder ausgeschrieben: FIATA-Warehouse-Receipt verwendet. Handelt es sich um ein Lagerhaus, dass eine staaatliche Ermächtigung hat, wird der Order-Lagerschein verwendet. Im normalfall und am meisten verwendet ist der durch Zession oder Abtretungserklärung übertragbare Namenslagerschein.

Im Handelsgesetzbuch befasst sich der § 475c mit dem Lagerschein und sollte bei der Ausstellung von Lagerscheinen im alltäglichen Lagergeschäft vewendung finden. Dieser Ausschnitt des Gesetzenstextes aus dem HGB der nun folgt stammt aus der am 1. September 2010 berücksichter Gesetzgebungsstand.

§ 475c HGB Lagerschein

Viertes Buch (Handelsgeschäfte)
Sechster Abschnitt (Lagergeschäft)

(1) Über die Verpflichtung zur Auslieferung des Gutes kann von dem Lagerhalter, nachdem er das Gut erhalten hat, ein Lagerschein ausgestellt werden, der die folgenden Angaben enthalten soll:
1. Ort und Tag der Ausstellung des Lagerscheins;
2. Name und Anschrift des Einlagerers;
3. Name und Anschrift des Lagerhalters;
4. Ort und Tag der Einlagerung;
5. die übliche Bezeichnung der Art des Gutes und die Art der Verpackung, bei gefährlichen Gütern ihre nach den Gefahrgutvorschriften vorgesehene, sonst ihre allgemein anerkannte Bezeichnung;
6. Anzahl, Zeichen und Nummern der Packstücke;
7. Rohgewicht oder die anders angegebene Menge des Gutes;
8. im Falle der Sammellagerung einen Vermerk hierüber.

(2) In den Lagerschein können weitere Angaben eingetragen werden, die der Lagerhalter für zweckmäßig hält.

(3) Der Lagerschein ist vom Lagerhalter zu unterzeichnen. Eine Nachbildung der eigenhändigen Unterschrift durch Druck oder Stempel genügt.
(Quelle: HGB)

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